Bundesliga Wochenende/ Entscheidung um Platz 2 13. April 2008
Dieses Wochenende war für mein Team aus Worms ein sehr wichtiger Spieltag
Es ging für uns um den 2. Tabellenplatz, der uns die Setzung in der Endrunde an Position 2 sichern sollte. Dazu mussten allerdings zunächst die beiden Gegner München Solln und unser Rivale um den 2 Platz SSC Koblenz geschlagen werden.
Es ging freitags los mit der Mannschaft aus München Solln. Diese reisten verletzungsbedingt geschwächt nach Worms. Ihnen fehlte der normalerweise an Position 2 spielende Kevin Schwentner wegen einem Bänderriss und der an Position 4 spielende Franz Möller. Somit musste das Team aufrutschen und auf ihre Ersatzleute zurückgreifen. Nach der 3-0 Führung für mein Team musste ich dann schließlich gegen Martin Grahamer (besser bekannt als “SPEEDY”) spielen. Wir hatten ein gutes Spiel und ich hatte richtig Lust an diesem Tag zu spielen. Daher gewann ich nach einem relativ schnellen Spiel deutlich mit 3-0.
Samstag ist normalerweise unser Ruhetag. Wie gesagt normalerweise…. Da Ex-Weltmeister David Palmer dieses Wochenende für uns spielte, wollte ich mir die Gelegenheit nicht nehmen lassen und an Trainingszeiten aus dem letzten Jahr in Antwerpen anknüpfen und ein wenig mit ihm trainieren und spielen. Das Ende vom Lied war, dass wir eine gute Stunde auf dem Court waren. Zuerst einige Trainingsübungen und dann Best off 2 Games. Ich bewegte mich gut und spielte gut. Es war nicht so leicht für ihn mich zu schlagen, wie er angenommen hatte und es noch letztes Jahr der Fall war. Später waren eine gute Stretching-Einheit und einige gemütliche Saunagänge an der Reihe. Den Abend ließen wir dann mit einem gemütlichen Essen und viel Schlaf ausklingen…
Am nächsten Tag war es dann soweit. Das Entscheidungsspiel mit Koblenz. Jeder der schon mal in Koblenz Bundesliga gespielt hat, weiß wie leer die Anlage normalerweise an solchen Spieltagen ist. Nicht so an diesem. Es waren knapp 35 Wormser Fans mit nach Koblenz gereist um ihre Mannschaft zu unterstützen. Ebenso war meine komplette Familie anwesend, so dass wir praktisch auswärts ein Heimspiel hatten. Selbst die Koblenzer Spieler waren so überrascht von den vielen Zuschauern, dass einige es sogar auf ihrem Handy per Foto festhielten.
Für uns startete die Begegnung nicht gut. Matthias hatte keinen guten Start und lag 2-0 zurück. Im 3. Satz kam er dann langsam ins Spiel und konnte sich den 3. Satz sichern. Im 4. Satz hatte er gegen Ende nach einem hartumkämpften Tiebreak den kürzeren gezogen und musste sich mit 3-1 geschlagen geben.
Im Spiel an Position 3 zwischen Eddi Schneider und Hansi Seestaler gab es einen für viele überraschend deutlichen 3-0 Sieg für den Wormser Eddi. Edgar war richtig gut drauf, wirkte hoch konzentriert und traf fast ausschließlich jeden einzelen kurzen Angriffsball. Somit stand es 1-1.
Es ging weiter mit dem absoluten Knaller des Tages zwischen David Palmer und LJ Anjema. Die ersten 3 Sätze waren geprägt von präzisen Schlägen und einem wahnsinns Tempo. Die Zuschauer waren überwältigt von dieser Geschwindigkeit und der gleichzeitigen Präzision. Es sollte noch einmal spannend werden, denn LJ war 2-1 vorne. David konnte sich aber durch die geleistete Vorarbeit zunächst den 4. Satz leicht mit 11-3 sichern und dann im Anschluß, im 5. Satz den Sack für die Wormser zumachen. Somit stand es 2-1 für Worms und der 2. Tabellenplatz war gesichert.
Trotzdem ging es an Position 2 zwischen Tim und mir nochmals heiß her. Wir wollten uns trotz der Vorentscheidung nichts schenken und das Spiel voll ausspielen. Es ging los im ersten Satz mit einem hohen Tempo, aber ich konnte Tim beschäftigen und den ersten Satz für mich entscheiden. Der 2. Satz ging ähnlich weiter und war knapp und hart umkämpft. Letztlich konnte ich jedoch auch diesen Satz für mich gewinnen. Im dritten Satz war es ebenfalls sehr knapp und schon eine ganze Weile gespielt, bis es 7-7 stand. Dann zog Tim mit 3 Punkten davon und führte 10-7. Ich war entschlossen, den Satz trotz des Rückstands noch zu gewinnen und erhöhte noch einmal das Tempo und die Präzision meiner Schläge, was mich zum 10-10 Tiebreak brachte. Jetzt machte sich wohl auch bei mir schon die geleistete Arbeit bezahlt, denn Tim machte ungewöhlicherweise einen leichten Fehler – aus der Mitte zum 11-10 Matchball und dann setzte er den Aufschlagreturn tief. Somit gewann ich das Match mit 3-0 und das Endergebnis hieß 3-1 für Worms…




